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Heidy la – so nennen mich die Kinder

„La“ – eine tibetische, liebevolle Anrede für Menschen, die man achtet.
 

Für mich ist dieses Kinderheim kein Projekt. Es ist ein wesentlicher Teil meines Lebens geworden. Und ich nenne die Kinder liebevoll „meine Kinder“. Ich kann mir schlichtweg nicht vorstellen, dass ich eigene Kinder lieber hätte. Ich wollte immer mindestens vier Kinder – heute habe ich 80. (Mit einem Augenzwinkern.)

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Ich lebe in der Schweiz, bin Therapeutin, Sterbebegleiterin, spirituell verwurzelt und zutiefst verbunden mit den Kindern in Sikkim. 2011 führte mich eine spontane Entscheidung nach Sikkim, ins Kloster, zu Rinpoche, den ich über Facebook kannte. Von Anfang an entstand eine tiefe Verbundenheit, und es fühlte sich an, als würden wir uns schon ewig kennen.

Die kleinen Mönchsjungen berührten mein Herz – und ich blieb. Es war nie eine Frage, ob ich in Sikkim etwas für Kinder tun möchte. Seit meinem ersten Besuch ist klar: Ich werde das tun, solange ich lebe. Was als Abenteuerreise begann, wurde zu einem Kinderheim – und zu einem zweiten Zuhause für mich.

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Gemeinsam mit Rinpoche bauten wir ein neues Kloster und ein Kinderheim für Jungen. Eine tiefgründige Begegnung mit einer Frau im entlegenen Dolpo-Tal entfachte meine Vision, ein eigenes Heim für Mädchen zu schaffen.

Neun Monate und viel Projektarbeit später hatte ich dank einer Schweizer Stiftung die nötige Summe für den Bau beisammen.

 

Heute leben rund 80 Kinder im Kinderheim angrenzend ans Kloster. Wir begleiten sie bis zum Ende ihrer Ausbildung – und sorgen für ein Zuhause. Meine Reisen finanziere ich jeweils selbst. Jeder Spendenfranken geht direkt ans Kinderheim. Ich habe mir immer eine große Familie und ein spirituelles Leben gewünscht. Sikkim hat mir beides geschenkt – und es erfüllt mich mit tiefer Freude und Dankbarkeit.

Heidy Rosa Mueller Bunge
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im Maedchenzimmer.jpg
In der Klosterkueche

Die Zukunft sichern

Ich weiß: Das größte Risiko in diesem Herzensprojekt bin ich selbst. Besonders meine zwei Krebserkrankungen haben das deutlich gemacht.

In einem offenen Gespräch mit Andrea Lindau stellte mir Andrea einmal die ehrliche Frage: Was passiert eigentlich mit dem Kinderheim, wenn du sterben solltest?

Ich wusste zuerst nicht, was ich antworten sollte. Denn das war während meiner vergangenen Krankheiten meine grösste Sorge. Und ich hatte keine Lösung.

Doch Andrea antwortete mit einer Geste, die mich tief berührte: Wenn du möchtest, nehmen wir euren Verein in die ICH LIEBE DICH Stiftung auf. Dann kümmern wir uns darum.

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Bis heute ist unser Verein noch nicht formell integriert, aber es gibt diese klare Bereitschaft, im Fall der Fälle die nötige Verantwortung zu übernehmen. Und das gibt mir Zuversicht, sollte mir etwas zustossen, die Existenz des Kinderheims ist gesichert. Es ist getragen von einem starken Netzwerk, von tiefer Freundschaft und gelebter Verantwortung.
 

die ersten Jahre

Die Tagebücher aus den ersten Jahren erzählen von die Anfangszeit nach meinem ersten Besuch in Sikkim und geben einen Einblick in den Alltag der Kinder und der Klosterleitung.
2015 waren es 25 Jungen, die ein Zuhause im Kloster fanden und heute, gut 10 Jahre später sind es über 80 Mädchen und Jungen, die die Häuser beleben und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

Ein Projekt, das sich so positiv entwickelt hat und für die Kinder eine Zukunft mit Chancen bietet, in einem Land, das auch im 21. Jahrhundert von Armut gekennzeichnet ist.

Machen wir weiter und tun wir Gutes. Jede Spende zählt! Danke für die Unterstützung.

Heidy im ersten Jahr in Sikkim
Jede Spende schenkt einem Kind
Hoffnung und eine Perspektive.
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